Die angeheizte Sommerdiskussion hat viele Stellungnahmen und Statements provoziert: Einige geben wirklich Anlass zur Hoffnung, - andere geben der Hoffnungslosigkeit Nahrung! Eine schwierige Situation auch für so manches Vereinsmitglied.

Die jahrelange "Aufklärungsarbeit " scheint Früchte zu bringen und doch auch wieder sinnlos gewesen zu sein!

Die Wiener HuK will in ihren Erklärungen auf echten Dialog und Vernunft setzen und geduldig auf  offene Ohren und Herzen der dialogbereiten Menschen guten Willens warten!

- der webmaster als Vorstandsmitglied!

Katholische Kirche/Homosexuelle: (29.7.2001)

Laun erzeugt "Leiden an der Homosexualität" erst durch seine Aussagen

Der Ökumenische Arbeitskreis Homosexuelle und Kirchen (HUK) in Wien ist bestürzt über die Entwicklung in der Diskussion zum Thema Homosexualität und Katholische Kirche. Anstatt einen Dialog zu beginnen, graben sich die Vertreter einer repressiven Moral immer tiefer in ihren Stellungen ein.

Der Obmann der HUK, Andreas Raschke, meint dazu: "Die Perfidie in den Aussagen von Bischof Laun ist kaum noch zu übertreffen: Er selbst erklärt, dass Homosexuelle in weit stärkerem Maß an Depressionen leiden, die zu einer erhöhten Suizidgefährdung führen. Doch dadurch, dass er Homosexualität als schwere Sünde geißelt und sich in die Politik einmischt, wenn es darum geht, Diskriminierungen zu beseitigen und Lebensgemeinschaften anzuerkennen, wird er mit schuldig an dem repressiven Klima, das zu einem großen Teil dieser Depressionen führt. Die immer wieder bekannt gewordenen Fälle von Selbstmorden Jugendlicher, die den Konflikt ihrer homosexuellen Orientierung mit den ihnen vermittelten moralischen Maßstäben nicht lösen konnten, sprechen eine mehr als deutliche Sprache."

"Auch in Bezug auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften verwechselt Laun Ursache und Wirkung. Da die Kirche Position gegen die Anerkennung von Partnerschaften bezieht, beeinflusst sie auch die Gesellschaft. Damit werden homosexuell empfindende Menschen isoliert, da sie sich nicht wie Heterosexuelle in einem anerkannten Rahmen Partner suchen können. Wer Partnerschaften verhindert und sich dann wundert, dass Menschen aus Angst vor gesellschaftlicher Verurteilung an versteckten Orten anonymen Sex mit häufig wechselnden Partnern haben, trägt zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko bei. Dass viele Homosexuelle - wie auch Heterosexuelle - sich nach einem Partner sehnen, aber aus dieser Angst keine Partnerschaft eingehen können, führt zu einem "Leiden" an der Homosexualität, das eine konservative Moral erst erzeugt", so der Obmann der HUK.

Es ist dabei sehr verwunderlich, dass Vertreter der katholischen Kirche beim Thema Homosexualität zum größten Teil Aussagen von Vertretern fundamentalistischer evangelikaler Kirchen und Organisationen - vor allem aus den USA, übernehmen, wo doch diese Kirchen die römisch-katholische Kirche im allgemeinen massiv bekämpfen, ja sie immer wieder als "Hure Babylon" abkanzeln. Aber genau aus dieser Ecke werden Programme zur "Heilung" Homosexueller übernommen. Andreas Raschke kommt zu dem Schluss: "Wenn man davon ausgeht, dass bei Gott alles möglich ist, dann kann man auch an ein Wunder in Form der Änderbarkeit sexueller Orientierung glauben. Wenn aber Bischof Laun oder irgendjemand anderer daraus ein Programm zur "Heilung von Homosexualität" macht, versucht er Gott, indem er solche Wunder erzwingen will."

Die Folge der Diskussion wird eine weitere Zunahme der Austritte aus der römisch-katholischen Kirche sein. Viele, die an eine offene Kirche, an den Dialog geglaubt haben, werden sich nun abwenden. Auf der Strecke bleiben jene, die homosexuell veranlagt sind und im kirchlichen Dienst stehen. Deren Zahl ist weit höher, als es die offizielle Linie der Kirche wahrhaben will, und sie werden durch die von den offiziellen Vertretern ihrer Kirche noch mehr als bisher an den Rand gedrängt.

Wenn nun Vertreter der Katholischen Männerbewegung sich von dem Positionspapier ihrer Österreich-Leitung distanzieren, ist das der falsche Weg. Sollte die Repression von oben schon so stark geworden sein, dass Angst um die Existenz der KMB zu solchen Rückziehern führt? Die HUK fordert alle Menschen guten Willens in der römisch-katholischen Kirche auf, weiterhin gegen die von Bischof Laun getätigten Aussagen Stellung zu beziehen, um diesem Druck Widerstand entgegen zu setzen.

--- Ende der Aussendung ---

 

 

Katholische Kirche/Homosexuelle:  (Presseaussendung der HuK-WIEN)

Thema: Homosexualität und Katholische Kirche

Der Ökumenische Arbeitskreis Homosexuelle und Kirchen Wien (HUK) begrüßt das Positionspapier der Katholischen Männerbewegung, deren Inhalte am Dienstag von ihrem Vorsitzenden, Hubert Andiel, bekräftigt wurden. Gleichzeitig werden die Stellungnahmen österreichischer Bischöfe zurückgewiesen, die je nach eigener Positionierung zwischen fundamentalistisch und vorsichtig, aber einhellig die Vorschläge zur Abschaffung der rechtlichen Diskriminierung Homosexueller wie auch zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ablehnten. "Damit bekennen sich die österreichischen Bischöfe zu ihrer Mitverantwortung für die Diskriminierung von Homosexuellen," meinte dazu Andreas Raschke, der Obmann der HUK Wien. "Negative Stellungnahmen, die auf Verdrängung und Beschränkung auf ein Zerrbild von Homosexualität beruhen, machen eine Seelsorge, die auf gleichgeschlechtlich empfindende Menschen zugeht, praktisch unmöglich. Damit bleiben die Bischöfe in der Praxis weit hinter den Formulierungen des Katechismus der Katholischen Kirche zurück."

Die HUK Wien fordert daher die Bischöfe auf, den 1998 in Salzburg begonnenen Dialog in Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit wieder zu beleben. Mitglieder katholischer Organisationen, die das Gespräch mit gleichgeschlechtlich liebenden Menschen nicht verweigert haben, haben einen Einblick in deren Lebensrealitäten gewonnen, der den Bischöfen bisher offenbar verborgen geblieben ist. Es schadet nach Ansicht der HUK Wien auch in Hinblick auf den ökumenischen Dialog nicht, wenn die Verantwortlichen der Katholischen Kirche von den Erfahrungen der anderen Kirchen im Umgang mit Homosexuellen lernen.

Andreas Raschke führt weiter aus: "Es verwundert, dass es in der Katholischen Kirche zum Beispiel Segensrituale für die Verlobung gibt, wo ganz klar gestellt wird, dass die Beziehung der beiden Gesegneten nicht zur Fortpflanzung dient. Gleichgeschlechtlichen Paaren, deren Beziehung als "defizitär" abqualifiziert wird, weil die Ausrichtung auf die Fortpflanzung fehlt, will man den Segen jedoch verweigern."

In der Kirchengeschichte waren Segnungen von Männer- oder Frauenpaaren über Jahrhunderte hinweg vielfach geübte Praxis. Das hat der amerikanische Historiker John Boswell in seinem 1994 erschienenen Buch "Same-Sex Unions in Premodern Europe" mit vielen Beispielen von Liturgien für diese Feiern nachgewiesen. Damit ist die Ansicht wiederlegt, dass eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren der Tradition der Kirche widerspricht, was der Moraltheologe Augustin M. Pötscher von der Päpstlichen Fakultät Marianum in Rom behauptet hatte.

Die HUK Wien möchte alle Glaubenden, die sich bisher auf den Dialog mit gleichgeschlechtlich liebenden Menschen eingelassen haben, ermutigen, ihren Weg auch angesichts von Widerständen fortzusetzen. 

--- Ende der Aussendung ---


Kath. Kirche/Homosexuelle: (Presseaussendung der HuG-Steiermark)

Unterstützung für kath. Reformkräfte
Forderung nach Wiederaufnahme des Dialogprozesses

Die Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Homosexuelle und Glaube (HuG)
begrüßt die Ankündigung der Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung
Margit Hauft, sich „für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher
Lebensgemeinschaften“ einzusetzen.

„Die aktuelle Diskussion über Homosexualität zeigt, wie breit
mittlerweile der Spalt zwischen Basis und katholischer Amtskirche geworden
ist“ meint der Sprecher der HuG-Steiermark, Heinz Schubert, und setzt fort:
„Wenn selbst der Priesterrat der Diözese Linz sich für die Segnung
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften einsetzt, und im Geheimen bereits
seit Jahren homosexuelle Paare gesegnet werden, ist es an der Zeit, dass
sich auch die Bischöfe ernsthaft mit der Angelegenheit auseinandersetzen,
anstatt weiterhin Realitäts- und Gesprächsverweigerung zu betreiben.“

Die HuG fordert angesichts der derzeit laufenden Debatte die
Wiederaufnahme des Dialogprozesses, der 1998 in Salzburg zu einer
bemerkenswerten Stellungnahme der Delegiertenversammlung zum Thema
Homosexualität geführt hatte. Nur durch die persönliche Begegnung und eine
fundierte Auseinandersetzung, die theologische wie auch
humanwissenschaftliche Aspekte berücksichtigt, könne eine Annäherung der
divergierenden Standpunkte erreicht werden. Die diesbezüglichen Beispiele
aus der evangelischen und altkatholischen Kirche könnten dazu ein
Anschauungsbeispiel abgeben.

Damit greift die HuG den Vorschlag des Moraltheologen Augustin M.
Pötscher von der Päpstlichen Fakultät Marianum in Rom auf, der bereits am
Montag eine ökumenische Dialoggruppe angeregt hatte, um Erfahrungen
auszutauschen.

Rückfragen: 0316/32 80 80 (Heinz Schubert)

Rezeption in ORF-Religion;18.7.2001
Gläubige Homosexuelle sind verärgert

Der "Ökumenische Arbeitskreis Homosexuelle und Kirchen Wien" (HUK) ist über die Stellungnahmen österreichischer Bischöfe zum Positionspapier der katholischen Männerbewegung verärgert.

Kritisiert wird vor allem die ablehnende Haltung der Bischöfe gegenüber den Vorschlägen zur Abschaffung rechtlicher Diskriminierung Homosexueller, sowie die Ablehnung der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.

"Damit bekennen sich die österreichischen Bischöfe zu ihrer Mitverantwortung für die Diskriminierung von Homosexuellen", meint dazu Andreas Raschke, der Obmann der HUK Wien. "Negative Stellungnahmen, die auf Verdrängung und Beschränkung auf ein Zerrbild von Homosexualität beruhen, machen eine Seelsorgen, die auf gleichgeschlechtlich empfindende Menschen zugeht, praktisch unmöglich. Damit bleiben die Bischöfe in der Praxis weit hinter den Formulierungen des Katechismus der katholischen Kirche zurück."

Bischof Krenn beruft sich auf Schöpfung

In der Sendung REPORT vom 17.7. nahm auch der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn zur aktuellen Debatte Stellung. Die Haltung der Kirche könne sich hier nicht ändern, meinte er - wir berufen uns auf die Schöpfung". Gott habe die Menschen als Mann und Frau geschaffen und gewollt, dass diese beiden miteinander eine Familie bilden, "und nicht, dass Mann und Mann und Frau und Frau zusammenfinden.

Grüne kritisieren ebenfalls Krenn-Aussagen

"Äußerst bestürzend" seien die gestrigen Aussagen des St. Pöltner Diözesanbischofs zum Thema Homosexualität, meinte die Integrationssprecherin der Wiener Grünen, Maira Vassilakou, in einer Aussendung der APA. Man wolle sich zwar nicht in kircheninterne Angelegenheiten einmischen, aber Krenn habe "eine klare Grenze überschritten". Der Bischof mache sich "zum Symbol für tiefe Intoleranz und Menschenverachtung". Krenn versuche, die mühsam erkämpfte gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Liebe zunichte zu machen. Allein sein Vergleich zwischen Homosexualität und Waffensegnungen spreche für sich, so Vassilakou.

HUK fordert neuerlichen Dialog

Die HUK Wien fordert die Bischöfe auf, den 1998 in Salzburg begonnen Dialog in Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit wieder zu beleben. Es schade auch in Hinblick auf den ökumenischen Dialog nicht, so der Arbeitskreis, wenn die Verantwortlichen der katholischen Kirche von den Erfahrungen der anderen Kirchen im Umgang mit Homosexuellen lernten.

 


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Weitere Quellen zu Diskussion:

WERNER/KRENN

KÜNG1 / KÜNG2

ZULEHNER

HAUFT

KATHPRESS/Zusammenfassung

KMB-Schutzalter

KAPELLARI

Grüne-Presseaussendung zu KRENN

KA-Friesl

DIE PRESSE

Weitere Pressestimmen....

Causa LAUN

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KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Kath.Männerbewegung/Werner/Krenn

"Segnung einer..." (2)

"Im Widerspruch zur Lehre der Kirche"=

Der für die Katholische Männerbewegung in der Bischofskonferenz
zuständige Militärbischof Christian Werner hat den Vorstoß der
Leitung der Katholischen Männerbewegung bezüglich eines kirchlichen
Segens für homosexuelle Paare zurückgewiesen. In einer Stellungnahme
bedauerte er, dass ohne Absprache mit ihm als zuständigem
Referatsbischof eine Erklärung abgegeben worden sei, "die in mehreren
Punkten inhaltlich fragwürdig ist und im Widerspruch zur Lehre der
katholischen Kirche steht".

Eine Seelsorge für Personen mit homosexueller Neigung entspreche
einem wichtigen Anliegen. Dazu bestünden bereits mehrere Initiativen.
Eine solche Seelsorge müsse aber, wolle sie hilfreich sein, auf der
Grundlage der Schöpfungsordnung erfolgen: "Mehrdeutige Zeichen, wie
die Erteilung eines Segens für homosexuelle Paare, sind zu
vermeiden", heißt es in der Stellungnahme des Bischofs.

Mit der Frage Schutzalter (Paragraf 209) habe sich die
Bischofskonferenz mehrfach befasst und sei zum Schluss gekommen, dass
es keine Gründe zur Senkung des Schutzalters gebe. Allerdings wäre
eine Anhebung bei Mädchen und im Zusammenhang mit Heterosexualität zu
erwägen.

Krenn fordert Konsequenzen

Auch der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn wandte sich
öffentlich gegen die jüngsten Aussagen der katholischen
Männerbewegung zum Thema Homosexualität. In einer
Medien-Stellungnahme forderte Krenn "die Verfasser dieses Papiers"
auf, "ehestens und öffentlich ihre Irrtümer zu widerrufen". Bei der
Bischofskonferenz im November werde man über das Verhalten der
katholischen Männerbewegung beraten "und notwendige Konsequenzen
beschließen".

Krenn wies "klar und unmissverständlich" die von der Katholischen
Männerbewegung erhobenen "Behauptungen und Forderungen zu Fragen der
Homosexualität" zurück. Diese Äußerungen der Männerbewegung würden
"schwerwiegend gegen die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche
verstoßen". Eine Organisation, die solche Positionen vertrete, "kann
und darf das Wort 'katholisch' nicht in Anspruch nehmen".


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KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Küng/

Bischof Küng gegen Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften

Stellungnahme des "Familien-Bischofs" zu Positionspapier der Leitung
der Katholischen Männerbewegung zum Thema "Homosexualität" =

Feldkirch, 17.7.01 (KAP) Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus
Küng hat den Ruf der Leitung der Katholischen Männerbewegung nach
einer Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften zurückgewiesen. Die
Seelsorge für homosexuell orientierte Menschen sei "ein wichtiges
Anliegen für die Kirche", stellte Bischof Küng am Dienstag in einer
Erklärung zum umstrittenen Positionspapier der Leitung der
Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) zum Thema
"Homosexualität" klar. Die Achtung vor gleichgeschlechtlich
orientierten Menschen stehe für ihn - so Küng - außer Frage.

Dennoch könne die Kirche eheähnliche Verbindungen Homosexueller nicht
befürworten, was übrigens auch von der KMBÖ abgelehnt werde, so der
Bischof. Allerdings hält Bischof Küng auch eine Segnung homosexueller
Lebensgemeinschaften in diesem Zusammenhang für "zwiespältig" und
lehnt sie darum ab. Küng machte darauf aufmerksam, dass bisher "keine
biologische oder genetische Verursachung der Homosexualität sicher
nachgewiesen werden konnte". Für die Entstehung homosexueller
Neigungen gebe es nach bisherigen Erkenntnissen keine einfache
"Ursache". Man müsse wohl "ein komplexes Zusammenwirken biologischer
und psychischer Ursachen" annehmen. Bei aller Berücksichtigung
positiver Intentionen kritisierte Küng an dem Papier der Katholischen
Männerbewegung auch, dass es "nicht mit den Bischöfen abgesprochen"
worden sei.

Das "Schutzalter" von derzeit 18 Jahren für gleichgeschlechtliche
Kontakte bei Männern mache "durchaus Sinn", gab Bischof Küng zu
bedenken, auch wenn er sich "im Klaren ist, dass in Nachbarländern
der Trend in Richtung Herabsetzung geht". Ebenso sprach sich Küng so
wie auch die KMBÖ für eine Anhebung des Schutzalters für Mädchen von
derzeit 14 Jahren aus. (Ende)

17.07.2001 08:31


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Werner/

Bischof Küng gegen Segnung...(2)

Werner: "Mitleid mit Neigungen" noch keine Hilfe 

Der für die Katholische Männerbewegung (KMB) zuständige Referent der
Bischofskonferenz, Militärbischof Christian Werner, räumte in einer
Erklärung am Dienstag ein, dass die Männerbewegung von der "Sorge um
das Leid vieler Betroffener" motiviert sei. Dennoch sei - so Werner
zu dem umstrittenen Positionspapier der KMB - der "Heiligungsauftrag"
der Kirche, der seine Grundlage "im Wort Gottes hat und sich im
Lehramt der Kirche" äußere, offenbar "noch nicht ganz auf- und
angenommen bzw. verstanden worden". Ein "Mitleid mit Neigungungen"
sei noch lange keine "wahre Hilfe für Betroffene", so Bischof Werner.

Um eine fruchtbare "Neuevangelisierung" entsprechend des Auftrags des
Papstes gewährleisten zu können, müsse es zudem ein "Miteinander" des
Leitungs- und Lehrauftrages der Bischöfe und dem Laienapostolat
geben, unterstrich Werner. Grundsätzlich sei jede Diözese für ihre
KMB verantwortlich, die KMBÖ habe die Tätigkeiten der diözesanen
Männerbewegungen zu koordinieren, gesamtösterreichische Initiativen
zu entfalten, internationale Kontakte zu pflegen, am Aufbau des
Laienapostolats z.B. in den Nachbarländern mitzuhelfen und Projekte
in den Entwicklungsländern zu unterstützen. Die Aufgabe des
"geistlichen Assistenten" besteht laut Bischof Werner in der
spirituellen Begleitung in den diözesanen Bewegungen und auch im
Rahmen der KMBÖ.

Was die jüngste Debatte um die "Seelsorge für Personen mit
homosexueller Neigung" betrifft, habe die KMBÖ - ebenso wie die
diözesanen Männerbewegungen - "seit Jahren Kenntnis von der Lehre der
Kirche und einigen Stellungnahmen österreichischer Bischöfe zu diesem
Thema".(Forts)

17.07.2001 11:32

 


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Küng/

Bischof Küng gegen Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften

Stellungnahme des "Familien-Bischofs" zu Positionspapier der Leitung
der Katholischen Männerbewegung zum Thema "Homosexualität" =

Feldkirch, 17.7.01 (KAP) Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus
Küng hat den Ruf der Leitung der Katholischen Männerbewegung nach
einer Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften zurückgewiesen. Die
Seelsorge für homosexuell orientierte Menschen sei "ein wichtiges
Anliegen für die Kirche", stellte Bischof Küng am Dienstag in einer
Erklärung zum umstrittenen Positionspapier der Leitung der
Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) zum Thema
"Homosexualität" klar. Die Achtung vor gleichgeschlechtlich
orientierten Menschen stehe für ihn - so Küng - außer Frage.

Dennoch könne die Kirche eheähnliche Verbindungen Homosexueller nicht
befürworten, was übrigens auch von der KMBÖ abgelehnt werde, so der
Bischof. Allerdings hält Bischof Küng auch eine Segnung homosexueller
Lebensgemeinschaften in diesem Zusammenhang für "zwiespältig" und
lehnt sie darum ab. Küng machte darauf aufmerksam, dass bisher "keine
biologische oder genetische Verursachung der Homosexualität sicher
nachgewiesen werden konnte". Für die Entstehung homosexueller
Neigungen gebe es nach bisherigen Erkenntnissen keine einfache
"Ursache". Man müsse wohl "ein komplexes Zusammenwirken biologischer
und psychischer Ursachen" annehmen. Bei aller Berücksichtigung
positiver Intentionen kritisierte Küng an dem Papier der Katholischen
Männerbewegung auch, dass es "nicht mit den Bischöfen abgesprochen"
worden sei.

Das "Schutzalter" von derzeit 18 Jahren für gleichgeschlechtliche
Kontakte bei Männern mache "durchaus Sinn", gab Bischof Küng zu
bedenken, auch wenn er sich "im Klaren ist, dass in Nachbarländern
der Trend in Richtung Herabsetzung geht". Ebenso sprach sich Küng so
wie auch die KMBÖ für eine Anhebung des Schutzalters für Mädchen von
derzeit 14 Jahren aus. (Ende)

17.07.2001 08:31


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KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Zulehner/

Bischof Küng gegen Segnung...(3)

Zulehner: Ehe hat eine "eigene Qualität" 

Der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner meinte im Gespräch
mit der Tageszeitung "Kurier", er würde sich wünschen, dass die KMBÖ
bei ihren Aussagen "genauer differenziert, sonst läuft sie ins eigene
Messer". Auch Zulehner würdigte das Bemühen der Katholischen
Männerbewegung um eine Überwindung von Diskriminierungen. Die
Verantwortung in Lebensgemeinschaften sollte sich auch durchaus
rechtlich niederschlagen. Ehe und Familie hätten aber wegen der
Reproduktion des Lebens eine "eigene Qualität", so Zulehner.

Der Theologe und Soziologe hatte bereits bei ähnlichen Diskussionen
in der Vergangenheit bedauert, dass es in der Gesellschaft Bemühungen
gebe, gleichgeschlechtlich liebende Paare "mit Ehepaaren rechtlich
gleichzusetzen". Damit würden die Privilegien der Ehepaare -
"verliehen wegen ihres Dienstes an der Gesellschaft, ihr Nachwuchs
zuzuführen" - aufgehoben werden. Zulehner dazu: "Kinder gelten dabei
als Privatvergnügen der Ehepaare, das man sich leistet wie einen
Hund, ein Auto oder eine Weltreise". Eine Fortsetzung einer solchen
Grundhaltung wäre, dass Männer und Frauen, die Kinder aufziehen,
dafür von der Gesellschaft "mehr gestraft als geschützt" werden.

KMBÖ verteidigt Positionspapier

Die Katholische Männerbewegung Österreichs betonte am Dienstag in
einer Aussendung, dass ihr Positionspapier auf Stellungnahmen und
Überlegungen zum Thema Homosexualität beruhe, die unter anderem "von
bedeutenden Theologen und Mitarbeitern verschiedener Diözesen
entwickelt" worden seien. Die Position der KMBÖ baue also "auf einem
vorhandenen Prozess mit jahrelanger Geschichte" auf. Die KMBÖ sei ein
Teil der Katholischen Aktion und damit auch der katholischen Kirche.
Sie sehe "keinerlei Widerspruch" der Aussagen des Positionspapiers
zur "Lehre der Kirche", zumal es sich bei dem nun veröffentlichten
Papier um eine "Diskussionsanregung für das Arbeitsjahr 2001/2002"
handle, heißt es in der Aussendung der KMBÖ vom Dienstag. (Forts
mögl.)

17.07.2001 11:36


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Hauft/

Bischof Küng gegen Segnung...(4)

Katholische Frauenbewegung: Kein Irrweg 

"Respekt und Akzeptanz" für Menschen, die in gleichgeschlechtlichen
Beziehungen leben, forderte am Dienstag die Vorsitzende der
Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft. Sie halte "ein
Umdenken der Kirche im Umgang mit Menschen gleichgeschlechtlicher
Prägung für notwendig, hier gibt es Nachholbedarf". Der erste Schritt
dazu müsse Akzeptanz sein, die Kirche müsse auf homosexuelle Menschen
zugehen und sie in ihrer Lebensform ernst nehmen, diese nicht "als
Krankheit oder Irrweg ansehen". Für einen "offiziellen kirchlichen
Akt" wie die Segnung sei die Zeit noch nicht reif, "jedenfalls aber
werden wir uns für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher
Lebensgemeinschaften einsetzen", kündigte Hauft an.

Walter Wimmer, der Sprecher des Priesterrates der Diözese Linz,
forderte ebenfalls "Anerkennung und Respekt" für
gleichgeschlechtliche Partnerschaften, "die auf der Grundlage von
Liebe, Treue und Verantwortlichkeit" zusammenleben. Zwar könnten
solche Partnerschaften nicht als "Ehe" angesehen werden, er halte es
aber "für durchaus richtig, diesen Menschen Gottes Segen und Hilfe
zuzusprechen", sagte Wimmer. Die Linzer Homosexuellen-Initiative
berichtete inzwischen davon, dass es in Oberösterreich bereits
mehrere Priester gebe, die gleichgeschlechtliche Paar "segnen".
(Forts mögl.)

17.07.2001 11:38


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/

Der Streit um die Homosexualität

Wortlaut des umstrittenen "Positionspapiers" der Leitung der
Katholischen Männerbewegung Österreichs sowie der Stellungnahme des
in der Bischofskonferenz für die KMBÖ zuständigen Bischofs Christian
Werner=

Wien-Linz, 16.7.01 (KAP) "Kathpress" veröffentlicht das umstrittene
"Positionspapier" der Leitung der Katholischen Männerbewegung
Österreichs (KMBÖ) zum Thema Homosexualität sowie die Stellungnahme
des in der Bischofskonferenz für die KMBÖ zuständigen Bischofs
Christian Werner im Wortlaut.

Das "Positionspapier" hat folgenden Wortlaut:

Gerade die Diskussion um das "Schutzalter" hat Homosexualität wieder
zum öffentlichen Thema gemacht. Heftig diskutiert wurde zu diesem
Themenfeld auch beim Programmpunkt "Moderne Beziehungen" bei der
diesjährigen Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung
Österreich in Bad Leonfelden. Die Standpunkte der Leitung der KMBÖ
sind:

1. Homosexualität ist keine Krankheit

Nach dem Stand heutiger medizinischer und psychologischer Forschung
ist Homosexualität keine Krankheit, sondern mit großer
Wahrscheinlichkeit eine genetische Variante (so wie es Links- und
Rechtshänder gibt, oder so wie es hellhäutige und farbige Menschen
gibt).

2. Unterschied zwischen Homosexualität und homosexuellen Handlungen

Wir unterscheiden in der Diskussion, jene Homosexualität, die auf
Grund einer genetischen Variante entsteht, und homosexuelle
Handlungen, die ihren Grund nicht in der oben genannten
Homosexualität haben. Während wir für homosexuelle Menschen
Verständnis aufbringen, lehnen wir homosexuelle Handlungen aus einer
promiskuitiven Grundhaltung heraus ab.

3. Homosexualität wird nicht ausgewählt

Aus dem vorher gesagten schließen wir, dass Homosexualität im echten
Sinne eine Liebe zum eigenen Geschlecht ist, die sich die einzelne
Person nicht aussucht. Ebenso wählt ein heterosexueller Mensch seine
Liebe zum anderen Geschlecht nicht aus, sondern sie ist ganz einfach
da. Um es nochmals zu verdeutlichen: Kein Mensch kann seine Hautfarbe
wählen.

4. Überdenken der kirchlichen Position

Die Katholische Männerbewegung tritt daher - im Sinne des Katechismus
der Katholischen Kirche - dafür ein, "Schwulen und Lesben" eine
nachgehende, verstehende und aktive Seelsorge anzubieten.

5. Verantwortete Partnerschaft

Dem Anliegen von "Schwulen und Lesben" nach einer verantworteten
Partnerschaft bringen wir Verständnis entgegen. Dem Wunsch nach der
Ehe können wir nicht zustimmen, da das Sakrament der Ehe für uns per
definitionem "für die Liebe der Partner zueinander und zur Zeugung
und Erziehung von Nachkommenschaft" eingesetzt wurde. Wir setzen uns
jedoch dafür ein, staatliche Wege (z. B. vertragliche
Lebensgemeinschaft, die Ansprüche und Rechtsnachfolge absichert) und
kirchliche Wege (z. B. eine Segensfeier) zu suchen und anzubieten,
die "Schwulen und Lesben" eine öffentliche und verantwortete
Partnerschaft ermöglicht.

6. Schutzalterdiskussion

Wir sind der Ansicht, dass es im Strafrecht genug Möglichkeiten gibt
um Vergewaltigung, Nötigung oder Missbrauch von Abhängigen bzw.
Kindern zu ahnden. Wir sehen im "Homo"-Paragrafen keinen zusätzlichen
Sinn. Nach dem derzeitigen Gesetzesstand entsteht aus einer
Ungleichbehandlung die Diskriminierung einer Gruppe. Falls im Gesetz
ein "Schutzalter" nicht verzichtbar sein sollte, ist dieses für alle
einheitlich auf 16 Jahre festzusetzen.

Die Stellungnahme von Bischof Werner hat folgenden Wortlaut:

1. Die Katholische Männerbewegung hat bedauerlicherweise ohne jede
Absprache mit mir, dem zuständigen Referatsbischof, zum Thema
Homosexualität eine Erklärung abgegeben, die in mehreren Punkten
inhaltlich fragwürdig ist und im Widerspruch zur Lehre der
katholischen Kirche steht.

2. Eine Seelsorge für Personen mit homosexueller Neigung entspricht
einem wichtigen Anliegen. Es bestehen diesbezüglich bereits mehrere
Initiativen. Eine solche Seelsorge muss aber - wenn sie hilfreich
sein will - auf der Grundlage der Schöpfungsordnung erfolgen.
Mehrdeutige Zeichen, wie die Erteilung eines Segens für homosexuelle
Paare, sind zu vermeiden.

3. Mit der Frage Schutzalter (§ 209) hat sich die Österreichische
Bischofskonfrenz mehrmals befasst. Wir sind zum Schluss gekommen,
dass es keine Gründe zur Senkung des Schutzalters gibt, wohl aber
wäre eine Anhebung bei Mädchen und im Zusammenhang mit
Heterosexualität zu erwägen.(ende)

16.07.2001 14:13


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Kath.Männerbewegung/Homosexualität/

Katholische Männerbewegung für einheitliches Schutzalter

Positionspapier zum Thema "Homosexualität": Unterschiedliches
sexuelles Schutzalter für Mädchen und Burschen ist diskriminierend -
Für staatlich eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften
und für kirchliche Segnung homosexueller Paare =

Linz, 13.7.01 (KAP) Die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ)
hat sich für ein einheitliches sexuelles Schutzalter für Mädchen und
Burschen - 16 Jahre - ausgesprochen. Derzeit liegt das Schutzalter
für Mädchen und für heterosexuelle Beziehungen bei 14 Jahren, das für
männliche Jugendliche in homosexuellen Beziehungen bei 18. "Wir sind
der Ansicht, dass es im Strafrecht genug Möglichkeiten gibt, um
Vergewaltigung, Nötigung oder Missbrauch von Abhängigen bzw. Kindern
zu ahnden", heißt dazu nun in einem Positionspapier der Katholischen
Männerbewegung, das von der Leitung der Teilorganisation der
Katholischen Aktion abgesegnet und am Freitag der Öffentlichkeit
präsentiert wurde.

Der sogenannte "Homo"-Paragraf 209 im Strafgesetzbuch mache keinen
zusätzlichen Sinn und bringe Ungleichbehandlung und Diskriminierung
einer Gruppe. Falls im Gesetz ein "Schutzalter" nicht verzichtbar
sein sollte, sollte dieses für alle einheitlich auf 16 Jahre
festgesetzt werden, so die Männerbewegung.

Das Positionspapier zu Fragen der Homosexualität verabschiedete das
Leitungsgremium der Katholischen Männerbewegung Österreichs während
der Sommerakademie diese Woche in Bad Leonfelden (Oberösterreich).
Bei der Veranstaltung, die dem Thema "Toleranz" gewidmet war, wurde
auch über "moderne Beziehungen" debattiert.

In dem Positionspapier heißt es, nach dem Stand heutiger
medizinischer und psychologischer Forschung sei Homosexualität keine
Krankheit, "sondern mit großer Wahrscheinlichkeit eine genetische
Variante". Homosexualität sei daher "im echten Sinne" eine Liebe zu
Personen des eigenen Geschlechts; der Betroffene könne sich dies
nicht "aussuchen". Daher plädiere man für ein Überdenken der
kirchlichen Position dazu. Im Sinne des Katechismus der Katholischen
Kirche trete die Männerbewegung dafür ein, homosexuellen Christen
"eine nachgehende, verstehende und aktive Seelsorge anzubieten".

Dazu gehört nach Ansicht der KMBÖ, Homosexuellen beiderlei
Geschlechts eine "verantwortete Partnerschaft" zu ermöglichen.
Wörtlich heißt es: "Dem Wunsch nach der Ehe können wir nicht
zustimmen, da das Sakrament der Ehe für uns per definitionem 'für die
Liebe der Partner zueinander und zur Zeugung und Erziehung von
Nachkommenschaft' eingesetzt wurde. Wir setzen uns jedoch dafür ein,
staatliche Wege (z.B. vertragliche Lebensgemeinschaft, die Ansprüche
und Rechtsnachfolge absichert) und kirchliche Wege (z.B. eine
Segensfeier) zu suchen und anzubieten, die 'Schwulen und Lesben' eine
öffentliche und verantwortete Partnerschaft ermöglicht".

Bei der Sommerakademie hatte der Eheberater, Psychotherapeut und
Leiter des Referates für Ehe und Familie der Diözese Linz, Rolf
Sauer, zum Thema homosexueller Partnerschaften erklärt: "Es ist zu
begrüßen, dass in Europa diese Beziehungen rechtliche Anerkennung
erfahren, auch wenn ich die Anerkennung als Ehe wie in Holland für
ein Missverständnis halte". Jeder Mensch habe die Anlage zu einer
reifen und bindungsfähigen Sexualität, es brauche entsprechende
Rahmenbedingungen. Sauer sprach sich ebenfalls für 16 Jahre als
generelles sexuelles Schutzalter für Jugendliche aus.

Der Sozialarbeiter Robert Höchtl, bekannt aus der ORF-Serie "Taxi
Orange", war ebenfalls als Referent aufgetreten. Er bezeichnete es
als sehr mutig und begrüßenswert, dass die KMB einen "geouteten
Homosexuellen" wie ihn eingeladen habe: "Hier wird Toleranz gelebt -
auch im Form einer Diskussion, die zum Abbau von Vorurteilen und
Ängsten beiträgt". Er freue sich, dass auch die KMB dafür eintritt,
dass auf rechtlicher und spiritueller Ebene Wege gefunden werden, um
homosexuelle oder lesbische Partnerschaften anzuerkennen und ihnen
eine ernst gemeinte Begleitung anzubieten. (Ende)

13.07.2001 15:15


Anfang

KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Bischofskonferenz/Kapellari/

"Segnung einer homosexuellen Beziehung nicht möglich"

Kirchliche Klarstellungen zum Positionspapier der Leitung der
Katholischen Männerbewegung Österreichs - "Einhellige Ablehnung durch
katholische Bischofskonferenzen in aller Welt"=

Wien, 16.7.01 (KAP) Die Segnung einer homosexuellen Beziehung ist
nach kirchlicher Lehre nicht möglich, stellte die Pressestelle der
Österreichischen Bischofskonferenz am Montag im Hinblick auf die
Diskussion um ein Positionspapier der Leitung der Katholischen
Männerbewegung Österreichs klar. Selbstverständlich seien
homosexuelle Menschen nicht von der Zugehörigkeit zur Kirche
ausgeschlossen; die seelsorgliche Begleitung dieser Personen sei eine
wichtige Aufgabe, die auch vielfach wahrgenommen werde. Die Kirche
kenne jedoch, gestützt auf den Befund von Bibel und christlicher
Anthropologie, keine Segenshandlung für homosexuelle Beziehungen.

In der Klarstellung wird daran erinnert, dass der "Katechismus der
katholischen Kirche" ausdrücklich jede Diskriminierung homosexueller
Menschen verurteilt. Eine Gleichstellung homosexueller
Lebensgemeinschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau sei aber
nicht akzeptabel, weil es "fundamentale Unterschiede zwischen
Homosexualität und der Sexualität zwischen Mann und Frau" gibt. Der
Homosexualität fehle sowohl die mögliche Fruchtbarkeit als auch die
Ergänzung der Geschlechter. Mit einer "oberflächlichen
Gleichstellungsdebatte" die Unterschiede zu verwischen, sei nicht
geeignet, gesellschaftliche Vorurteile gegen homosexuelle Menschen
abzubauen.

Der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari stellte zur Diskussion
um eine Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften auf Anfrage des
ORF-Landesstudios Steiermark fest: "Eine kirchliche Segnung
homosexueller Lebensgemeinschaften wird von allen katholischen
Bischofskonferenzen einhellig abgelehnt, weil sie der kirchlichen
Lehre klar widerspricht". (Forts)

16.07.2001 12:45


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Kirchen/Homosexualität/Grüne/Wien ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Grüne Vassilakou: Bischof Krenn macht sich zum Symbol für Intoleranz

Grüne kritisieren Aussagen von Krenn im ORF

Wien (Grüne) - "Die gestrigen Aussagen gegen die Homosexualität von Bischof Krenn sind äußert bestürzend", stellt Maria Vassilakou, Integrationssprecherin der Wiener Grünen, fest. "Es liegt mir fern, mich in kircheninterne Angelegenheiten einzumischen, aber Bischof Krenn hat hier eine klare Grenze überschritten. Krenn macht sich damit zum Symbol für tiefe Intoleranz und Menschenverachtung", so Vassilakou. "Allein Krenns Vergleich zwischen Homosexualität und Waffensegnungen spricht für sich", so die Grüne Politikerin. "Offensichtlich erscheint es Bischof Krenn richtiger, dass die Kirche etwa traditionellen Militärsegnungen vornimmt, hingegen die Liebe zwischen zwei Menschen nicht akzeptiert", erläutert Vassilakou ihre Reaktion. "Bischof Krenn versucht, die mühsam erkämpfte gesellschaftlicher Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe zunichte zu machen. Die Katholische Männerbewegung hat hingegen eine äußerst positive Stellungnahme abgegeben, Ich erhoffe mir von anderen Bischöfen eine ähnlich klare Reaktion auf ihren Sankt Pöltener Kollegen", so Vassilakou abschließend. Rückfragehinweis: Pressereferat

Tel.: (01) 4000 - 81821

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KATHPRESS/Kirchen/Homosexualität/Kath.Aktion/Friesl

Linz: Katholische Aktion für ... (Ausweitung)

KAÖ: Kein Nachdenkverbot bei umstrittenen Fragen =

Der Präsident der Katholischen Aktion Österreichs (KAÖ), Christian
Friesl, übte am Mittwoch Kritik an manchen Aussagen, die Bischof
Krenn in der TV-Sendung "Report" getätigt hatte. Er sei über die
Unterstellung überrascht, dass die Katholischen Männerbewegung und
die Katholischen Aktion "Gläubige in den Irrtum treiben" wollten. Die
Katholische Aktion sehe es als eine ihrer zentralen Aufgabe an, über
Fragen zum Nachdenken anzuregen, "die den Menschen unter den Nägeln
brennen". Genau das habe die Leitung der Männerbewegung mit ihrem
"Positionspapier" beabsichtigt.

Friesl weiter: "Unser besonderes Interesse hat dabei zweifellos jenen
Menschen zu gelten, die von Diskriminierung und Benachteiligung
betroffen sind - homosexuelle Menschen gehören ohne Zweifel dazu."
Aus diesem Grund sei er für die Initiative der Leitung der
Katholischen Männerbewegung dankbar. Es sei zu bedauern, dass trotz
aller Einhelligkeit hinsichtlich der notwendigen Toleranz und Achtung
gegenüber homosexuell empfindenden Menschen das Thema und die
gemeinsame Suche nach konkreten möglichen Wegen der Seelsorge nach
wie vor ein kirchliches "Tabu" sei. Es könne gerade in Fragen der
Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens kein "Nachdenkverbot"
geben. Oft genug leide die Kirche daran, dass sie an den Sorgen der
Menschen in der modernen Gesellschaft vorbeirede.

Auch die "Rute, die Bischof Krenn der Katholischen Männerbewegung mit
der Frage nach ihrer Existenzberechtigung ins Fenster stellte", sei
unangebracht. Offenbar werde mit einer einzigen umstrittenen Aktion
gleich das ehrenamtliche Engagement von zig-tausend Laien in Frage
gestellt. "Bei aller Anerkennung der bischöflichen Leitungsaufgabe
wünschen sich die Laien von ihren Bischöfen - und auch von Bischof
Krenn - Respekt für ihr kirchliches und gesellschaftliches
Engagement", so Friesl. (Forts mgl)

18.07.2001 15:11


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Segen für Schwule?
Der Vorstoß der Männerbewegung ist ausgewogen, differenziert - und durchaus katholisch

VON RUDOLF MITLÖHNER

Als erster und am lautesten hat - wer sonst - der Bischof von St. Pölten reagiert. Wenig später sekundierte Militärbischof Christian Werner; nach einer Schrecksekunde hat auch die gesamte Bischofskonferenz eine Sprachregelung gefunden. Der Vorstoß der Katholischen Männerbewegung im Sinne eines kirchlichen Segens für homosexuelle Paare wurde in allen Stellungnahmen als nicht mit der katholischen Lehre vereinbar zurückgewiesen.
Je nach Sichtweise zeigte sich einmal mehr: Kurt Krenn sagt schneller, pointierter, medientauglicher, was auch seine Brüder im Bischofsamt denken und mit Zeitverzögerung in gewundene Formulierungen gießen; oder aber: Nur wer weiß, wo Gott wohnt, kann auch in noch so heiklen Dingen stets prompt zur Stelle sein; er tritt gewissermaßen außer Konkurrenz gegen die der irdischen Mühsal des Argumentierens und Differenzierens Unterworfenen an.
Sich dieser Mühe unterzogen zu haben, wird man den organisierten katholischen Männern nicht absprechen können. Seltsam mutet die Kritik Bischof Werners an, die Erklärung der Männerbewegung sei ohne Absprache mit ihm als zuständigem Referatsbischof erfolgt: Wesentliche Impulse in Politik, Gesellschaft, Kirche sind selten je von Erklärungen ausgegangen, die in "Absprachen" so lang geschliffen und gerundet wurden, bis allgemeines Wohlgefallen ausbrach.
Schwerer wiegt freilich der Vorwurf der Bischöfe an die Laienorganisation, mit ihrem Plädoyer den Boden der kirchlichen Lehre verlassen zu haben. Richtig ist wohl, daß es in Bibel und Kirchengeschichte - den beiden Richtschnüren der römischen Kirche - keinen Anhaltspunkt für Homosexuellen-Segnungen gibt. Freilich erweist sich die restriktive Auslegung des "Schrift und Tradition"-Prinzips oft genug als Korsett, das der Kirche das aggiornamento - das Erkennen der und Handeln nach den Zeichen der Zeit - nicht eben erleichtert.
Natürlich läßt sich ein Segen - von wem immer - nicht einfordern, wie es auch nicht ein Recht auf Sakramente gibt; was oft lauthals auch von jenen beklagt wird, denen man ihre Sorge um die Kirche und ihr pastorales Wirken nicht leicht abnimmt. Gefragt werden muß aber, ob die Kirche mit ihrer Haltung zur Homosexualität ihrer Botschaft - und damit im weiteren Sinn wohl auch ihrer "Tradition" - gerecht wird.
Kaum jemand bestreitet heute noch, daß Homosexualität in hohem Maß genetisch bedingt ist; wie bei anderem, was den jeweiligen Menschen ausmacht, spielen darüber hinaus pränatale Einflüsse, kulturelle Faktoren, Erziehung eine Rolle. Viel spricht demnach dafür, daß die Männerbewegung mit ihrer Einschätzung richtig liegt, wonach Homosexualität etwa mit Linkshändertum vergleichbar ist. Wenn man will, kann man das "Krankheit" nennen, die sich - je nach Stärke der Veranlagung - vielleicht auch "therapieren" läßt. Freilich: zu wessen Nutzen - und um welchen Preis?
Das - durch das Ehesakrament ausgezeichnete - Idealbild der Kirche von der Liebe zwischen Mann und Frau, die prinzipiell offen ist für ein Drittes (Fortpflanzung), steht nicht zur Disposition. Ihr Erbe in diesem Bereich offensiv zu vermitteln, zu zeigen, daß es um Beziehungskultur, nicht Lustfeindlichkeit geht, fällt der Kirche immer noch schwer. Die Gründe dafür sind in hohem Maße hausgemacht. Es wäre ein Gewinn an Glaubwürdigkeit, würde man auch von dieser "Vollform" zwischenmenschlicher Beziehung abweichende Liebensweisen durch Wort und - in der katholischen Tradition ganz essentiell - Zeichen begleiten. Zum Beispiel durch einen Segen zweier Gleichgeschlechtlicher, denen es wirklich um Verbindlichkeit und gegenseitige Verantwortung zu tun ist.

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Causa LAUN

 

Zu Laun hier nur ein Beispiel: die Hosi -Salzburg:

 

Presseaussendung der HOSI Salzburg zu den Äußerungen von Weihbischof Laun
 
Seit Jahrhunderten versuchen Vertreter der katholischen Kirche Einfluss zu nehmen auf das Privatleben von Gläubigen aber auch das des Rests der Gesellschaft. Dabei war und ist man bei der Wahl der Mittel nicht immer zimperlich.
 
Hatte Weihbischof Laun in Berufung auf die Aussagen eines in Wissenschaftskreisen vollkommen unbedeutenden Menschen im September 2000 das Märchen von der "Umwandlung" von Homosexuellen in Heterosexuelle verbreitet, so ist er sich nunmehr nicht zu schade, Schwule weiter zu stigmatisieren, indem er von "Schwulenkrankheiten" und einer daraus resultierenden geringeren Lebenserwartung für Homosexuelle spricht.
 
Wir wissen nicht, auf welche Grundlagen Laun seine Aussagen genau stützt. Auch wissen wir nicht, was Laun neben Aids und Hepatitis noch als "Schwulenkrankheiten" bezeichnen möchte. Ebensowenig wissen wir, warum Laun noch immer nicht begriffen hat, dass es sehrwohl eine Diskriminierung darstellt, wenn bestimmten Menschen gleiche Rechte vorenthalten werden.
 
Laun stellt hier eine völlig unlogische Überlegung an: Es stimmt, dass es Schwule gibt, die sich durch ungeschützten Sexualverkehr mit dem HI - Virus infiziert haben und später an Aids erkrankt sind. Der Umkehrschluss aber, dass Aids daher eine "Schwulenkrankheit" sei, ist einfach Unsinn.
 
Tatsache ist, dass sich Menschen, welche in einer aufgeschlossenen und toleranten Umgebung aufwachsen und leben, bedeutend gesünder und in Hinblick auf ihr Risikoverhalten beim Sex wesentlich vorsichtiger verhalten. Ebenso ist erwiesen, dass dieses Verhalten nur durch entsprechende Aufklärung und einen selbstverständlichen Umgang mit dem Thema in Familien und in der Gesellschaft gefördert werden kann. Verbote und Dämonisierungen haben erfahrungsgemäß das Gegenteil zur Folge.
 
Darüber hinaus verkennt Laun den Umstand, dass unter Homosexuellen die Suizidrate deutlich höher ist als im Durchschnitt der Bevölkerung. Dies drückt wohl das durchschnittliche Sterbealter von Homosexuellen nach unten, insbesondere deshalb, weil besonders junge Schwule und Lesben oft keinen Ausweg aus ihrer Situation und keine AnsprechpartnerInnen finden. Durch die Drohgebärden kirchlicher Autoritäten wird die Hemmschwelle zur Auseinandersetzung mit dem Leben als Schwuler/Lesbe sicher nicht geringer.
 
Es existieren in der katholischen Kirche auch Lehrmeinungen, welche von Homosexuellen Enthaltsamkeit fordern. Damit wird diesen Menschen sogar mehr abverlangt als man von zölibatär lebenden Priestern erwartet, welche zu ihrem Stand und der damit verbundenen Enthaltsamkeit ja schließlich nicht gezwungen werden (vgl.: H. Rotter: Eingetragene Lebenspartnerschaft, Verlag Pustet, Regensburg).
 
Es ist eigentlich nicht unser Anliegen, Kapital aus den Unzulänglichkeiten anderer zu schlagen. Da jedoch Weihbischof Laun einen erhöhten Schutz für die Jugend fordert, sei hier ein Auszug aus dem Strafrecht des Vatikan zitiert:
 
                Art. 331CP
Wer, mit Gewalt oder Drohung, eine Person des gleichen oder anderen Geschlechts zur fleischlichen Vereinigung zwingt, wird mit Zuchthaus von drei bis zu zehn Jahren bestraft.
Der gleichen Strafe unterliegt, wer sich mit einer Person des gleichen oder anderen Geschlechts fleischlich vereinigt, die zur Tatzeit:
1)       noch nicht das 12. Lebensjahr vollendet hat;
2)       noch nicht das 15. Lebensjahr vollendet hat, wenn der Täter ihr Aszendent, Vormund oder Lehrer ist;
3)       ... [betrifft sexuelle Kontakte von Aufsehern mit Häftlingen oder Verurteilten, Anm.]
4)       ... [betrifft Willensunfähige, Anm.]
 
               Art. 333 CP
Wer, unter Anwendung der Mittel oder unter Ausnutzung der Zustände oder Umstände, die in Art. 331 angeführt sind, gegenüber einer Person des gleichen oder anderen Geschlechts libidinöse Akte begeht, die von jenem Artikel nicht erfasst sind, ist mit Zuchthaus von einem bis zu sieben Jahren zu bestrafen.
 
Die Strafe wird um die Hälfte bis zwei Drittel reduziert, wenn es sich bei dem Opfer um eine öffentliche Dirne („pubblica meretrice“) handelt (Art. 350).
 
Die Tat bleibt straffrei und eventuelle strafrechtliche Wirkungen einer Verurteilung fallen weg, wenn die Beteiligten die Ehe geschlossen haben. Waren mehrere Täter beteiligt so wirkt die Eheschließung eines von ihnen auch zugunsten aller anderen (Art. 352 CP).
 
Sämtliche Delikte sind nur auf Antrag des/der Verletzten, eines Aszendenten, Vormunds oder des Ehemannes zu verfolgen; der Antrag muß spätestens innerhalb eines Jahres ab der Kenntnis von der Tat gestellt werden (Art. 104, 336 CP). Nur wenn die Tat öffentlich oder unter Missbrauch der väterlichen oder vormundschaftlichen Gewalt erfolgt, kann sie durch die staatlichen Behörden ohne Antrag verfolgt werden (Art. 336 CP).
Anstatt hier in Österreich Homosexuelle anzuprangern sollte der Weihbischof die Erkenntnisse der Wissenschaft nützen, sich nach Rom aufmachen und der Jugend des Vatikan schleunigst Aufklärung zukommen lassen. Dort nämlich werden Menschen schon ab zwölf Jahren als für den Geschlechtsverkehr reif betrachtet und daher sollte man mit der Aufklärung nicht zu lange zuwarten.
 
Für Salzburg hoffen wir, dass Launs Äußerungen das nun doch aufbrechende Klima Schwulen und Lesben gegenüber und die Lebensqualität dieser Menschen nicht negativ beeinflusst haben. Für Fragen stehen die Mitarbeiter der HOSI Salzburg gerne zur Verfügung (telefonischer Beratungsdienst: jeden Freitag von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr unter 0662/43 59 27 oder unter www.hosi.or.at).
 
Für die HOSI Salzburg:
 
Gregor Faistauer (Obmann)
---
 
HOSI Salzburg
 
Homosexuelle Initiative
Müllner Hauptstraße 11
A - 5020 Salzburg
 
Tel.: +43-(0)-662-43 59 27
Fax: +43-(0)-662-43 59 27-27
 
e-Mail: office@hosi.or.at
web: www.hosi.or.at