Langzeitstudie: Religion wieder "im  Trend"
aus ORF.ON vom 23.12.2001 Web-Lese-Tipp: http://religion.orf.at
Religion ist wieder "im Trend". Aber sie hat sich verändert und wurde zu einer Religion nach persönlichem Zuschnitt. Erhoben wurde die "Religion im Leben der Österreicher" in einer Langzeitstudie vom Wiener Pastoraltheologen Paul Zulehner.

Christen eine Minderheit

Demnach haben 30 Prozent starke fernöstliche Glaubenselemente, ein weiteres Drittel sind skeptische Humanisten, zwölf Prozent Atheisten. Die Christen im engeren Sinne - jene, die an Jesus Christus, das Reich Gottes und die Auferstehung glauben - sind mit 27 Prozent eine Minderheit.

"Gedankengebäude"

Die subjektive Religiosität sei mehr eine "Emotion als ein Gedankengebäude". 37 Prozent der Österreicher glauben an einen persönlichen Gott, 48 Prozent an ein höheres Wesen. Acht Prozent können als Agnostiker bezeichnet werden, sieben Prozent als Gottesleugner.

Zwei Drittel "religiös"

Zwei Drittel bezeichnen sich als mehr oder weniger religiös, ein Drittel als unreligiös.

Privatsache

Für 70 Prozent der Österreicher ist die Religion Privatsache, sie halten die Kirchen aber trotzdem für "ganz nützlich". Dass der Glaube allein Privatsache sei, dazu neigen die Menschen in St. Pölten am meisten (28 Prozent).